Arbeitssicherheit in der Instandhaltung

Präsentation der aktuellen MFA-Umfrage.

 

Im Rahmen der Fachveranstaltung 'Sichere Instandhaltung' am 14.10.2010 in Wien präsentiert die MFA erste Ergebnisse der Online-Umfrage 'Arbeitssicherheit in der Instandhaltung', die im Sommer 2010 durchgeführt wurde. Im Rahmen eines Workshops werden die Ergebnisse vertiefend präsentiert und ausführlich diskutiert.

 

Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz?

Die aktuelle Umfrage 'Arbeitssicherheit in der Instandhaltung' des österreichischen Instandhaltungsvereins MFA - Maintenance and Facility Management Society of Austria   liefert interessante Daten zur Sicherheit in österreichischen Unternehmen, speziell im Bereich der Instandhaltung. Die Online-Umfrage wurde im Zuge der Europäischen Kampagne 2010/2011 „Sicherheit in der Instandhaltung“ für Österreich gestartet.


Gemeinsam mit dem VAS (Verband für Arbeitssicherheit), der AUVA (Allg. Unfallversicherungsanstalt) und dem Sicherheitstechnischen Zentrum Andritz Hydro wurde ein Fragenkatalog erarbeitet. Im Zeitraum Juli bis September 2010 waren über 2.200 österreichische Unternehmen, vor allem auch klassische KMUs, per Mail aufgerufen, an der Online-Umfrage teilzunehmen. Unterstützt wurde der Aufruf durch Fachartikel in den Zeitschriften ‚Sichere Arbeit‘ und MAS. Fast dreihundert Unternehmen nahmen an der Erhebung teil und beantworteten die dreißig gestellten Fragen zur Arbeitssicherheit im Unternehmen im Allgemeinen, zur Instandhaltung im Speziellen und zu den mit Instandhaltungsaufgaben betrauten MitarbeiterInnen. 


Ergebnisse, die aufhorchen lassen.

Die Ergebnisse der Umfrage wurden schließlich am 14. Oktober im Rahmen der Fachveranstaltung ‚Sicherheit in der Instandhaltung‘ des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) in Wien vorgestellt und intensiv diskutiert.

Laut Angaben der EFNMS (European Federation of National Maintenance Societies) passieren 25% aller Arbeitsunfälle im Zuge von Instandhaltungsmaßnahmen. Die MFA hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktuelle Daten für die österreichischen Unternehmen zu erheben, um gezielt Maßnahmen und Schwerpunktprogramme initiieren und umsetzen zu können.  Die vorliegenden Ergebnisse zeichnen erste Ansätze vor.


Leitlinien für die Zukunft.

Der Vorteil strukturierter Sicherheitsarbeit mit klaren Verantwortlichkeiten, systematischer Analyse von Beinahe-Unfällen, sowie der Beseitigung von Schwachstellen und der konsequente Einsatz von PSA (Persönlicher Schutzausrüstung) zeigt sich deutlich.
Erfreulich ist die hohe Durchdringung der PSA im Bereich von Hand- und Augenschutz. 98 Prozent der Befragten geben an, Hand- und Augenschutz bei Instandhaltungsarbeiten zu verwenden. Optimierungspotential ist aber auch hier gegeben. Fast die Hälfte der Befragten verwenden keinen Atemschutz, auch Kopfschutz ist für gut ein Drittel (31 %) kein Thema.

 
Die Erhöhung des Planungsgrades in der Instandhaltung liefert eindeutig positive Effekte auf die Arbeitssicherheit. Neben der Performance wird durch die vermehrte Anwendung von Planungstools und die frühzeitige Einbindung der InstandhalterInnen etwa bei Beschaffungsvorgängen, auch die Arbeitssicherheit erhöht.
Die Umfrage zeigt, dass die IH-Verantwortlichen in 84 Prozent der Anlagenbeschaffungen eingebunden werden, um sicherheitstechnische Anforderungen für spätere Reparaturen zu berücksichtigen. Das bedeutet allerdings, dass immerhin noch jede sechste Anlage ohne Rücksprache mit der Instandhaltung angeschafft wird. 


Wer aktiv dabei ist, ist sicherer.

Den MitarbeiterInnen müssen bei der Arbeitsplatz-Evaluierung (Ermittlung der Belastungen und Gefahren, Festlegung von Maßnahmen, Überprüfung auf Wirksamkeit) aktive Rollen übertragen werden. So wird die bewusste Auseinandersetzung mit den Gefahren und Belastungen am eigenen Arbeitsplatz erreicht.


Die Bedeutung von Information und Unterweisung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen durch den/die Vorgesetzte(n) werden immer noch unterschätzt. 40 Prozent der Befragten beantworten die Frage „Werden die Mitarbeiter systematisch über gesetzliche Neuerungen informiert?“ mit einem Nein. Fast 14 Prozent geben an, dass den MitarbeiterInnen die Maßnahmen aus der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren und Belastungen nicht bekannt sind. Das betrifft keinesfalls nur kleine Betriebe – etwa 80 Prozent davon beschäftigen mehr als  100 MitarbeiterInnen und wird von betriebseigenen Sicherheitsfachkräften (SKF) betreut.

Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht repräsentativ für alle österreichischen Unternehmen, aber sie geben einen guten Einblick in die Alltagsbedingungen. Die Umfrage stellt einen ersten Baustein dar, der helfen soll – auch im Rahmen der Europäischen Kampagne – nachhaltige Verbesserungen in Bezug auf die Arbeitssicherheit im Bereich der Instandhaltung zu erreichen.

 

Klicken Sie durch die Präsentation der Umfrage-Ergebnisse von Umfragekoordinator Ludwig Grubauer:
Vortrag zur Online-Umfrage (Ludwig Grubauer in Vertretung für Herrn Zwölfer) >>

Workshop zur Online Umfrage (Ludwig Grubauer) >>

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz zur Fachveranstaltung 'Sichere Instandhaltung'.

 

Offizieller Pressetext zur MFA-Umfrage zum Download >>

 

'Planen hilft!' - Interview Umfragekoordinator Grubauer in MM, Seite 1 >>

'Planen hilft!' - Interview Umfragekoordinator Grubauer in MM, Seite 2 >>


Aktueller Artikel zur MFA-Umfrage auf www.instandhaltung.de >>

Aktueller Artikel zur MFA-Umfrage im AUVA-Magazin >>

 

Fotos zur Veranstaltung:
Ludwig Grubauer I >>
Ludwig Grubauer II >>
Ludwig Grubauer III >>
Sektionschefin Frau Szymanski (BMASK) >>

 

Sie haben Fragen zur Umfrage oder benötigen Detailinfos? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme über office@mf-austria.at oder +43/662/ 85 71 23! Nützen Sie als MFA-Mitglied die Umfrage und profitieren Sie von den Ergebnissen!

http://www.instandhaltung.de/2010/11/arbeitssicherheit-in-der-instandhaltung/


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